Einzeln und gemeinsam arbeiten, um Bilder zu Themen zu erstellen, indem der Körper im Raum genutzt wird.
Dies regt die Teilnehmende dazu an, aktiv zu werden, auch mit dem Körper zu denken und gemeinsam Szenen zu erfinden.
Benötigte Materialien
✓ Eine Kamera oder Mobiltelefon
✓ Eine Liste konkreter und alltäglicher Begriffe (Familie, Schule, Arbeit, in der U-Bahn, an der Grenze usw.) bis hin zu komplexeren und abstrakteren Konzepten (Liebe, Mut, Hut, Angst, Erfolg, Gemeinschaft, Unterdrückung, Demokratie, Diktatur, Krieg, Kapitalismus, Armut, Rassismus, Diskriminierung, Solidarität) usw.
Vorgeschlagener Standort
✓ Eine Bühnen- und Publikumssituation z.B. eine Reihe von Stühlen und ein offener Raum.
✓ Der Raum sollte gut ausgeleuchtet sein – damit die Fotos gut gelingen.
Schritte
1.
Die Workshopleitung erklärt der Gruppe die Spielregeln und bittet jemanden, ein Foto von jedem Bild zu machen. Der Moderator ruft ein Schlüsselwort auf und zählt dann langsam die Sekunden von 10 bis 1 herunter. (5 Min.)
2.
Die Teilnehmer hören den Begriff und beginnen, ohne zu sprechen, ein Bild dazu zu erstellen. Indem die Gruppe die spontanen Handlungen der anderen sieht und daran teilnimmt, schafft sie gemeinsam eine Situation im Raum, die symbolisch für das Konzept hinter dem Begriff steht. (1 Min.)
3.
Zum Beispiel kann das Wort „Familie“ eine Situation in einer Küche inspirieren, in der die Teilnehmende eine kochende Mutter, zwei streitenden Schwestern, einen wütenden Vater spielen, sowie eine Nachbarin, die den Lärm hört und an der Tür klopft. Diese Situation hängt jedoch von der Interpretation der Gruppe ab. Das Bild kann voller Widersprüche sein.
4.
Wenn der Countdown 1 erreicht, ruft die Workshopleitung „Freeze“ oder „Einfrieren“ und jede:r bleibt an seiner Position, ohne sich zu bewegen. Es wird ein Foto des eingefrorenen Bildes gemacht.
5.
Die Teilnehmer kommen zurück und setzen sich auf die Zuschauerstühle. Nun wird ein neuer Begriff laut gerufen – und der Countdown beginnt von neuem und die Gruppe macht ein neues Bild mit ihren Körpern im Raum. Es werden etwa 10 Wörter, 10 Bilder und 10 Fotos aufgenommen. Die Teilnehmer können zwischen den Bildern chatten, da es sich um einen recht spannenden Prozess handelt. Geben Sie ihnen also etwas Zeit dafür. Die Auswertung folgt jedoch am Ende. (10-15 Min.)
6.
Nachdem etwa 10 Begriffe/Konzepte und 10 Fotos aufgenommen wurden, gönnen Sie den Teilnehmenden eine kurze Pause und bereiten Sie die Fotos einzeln vor, um sie als Bildserie auf einem Laptop anzuzeigen oder auf eine Wand oder Leinwand zu projizieren. (10-15 Min.)
7.
Schauen Sie sich die Fotos einzeln auf dem Laptop oder an der Wand an und bitten Sie die Teilnehmenden, zu beschreiben, was sie sehen.
Welche symbolische Bedeutung steckt hinter dem Bild? Sagt uns das etwas über unsere kollektive Sicht auf das gewählte Thema – Als eine Gruppe? Als eine Gesellschaft? Und schließlich siehst du im Bild auch deine individuelle Sicht auf das Thema? (15-20 Min.)
Abschlussrunde
- Wenn die Teilnehmende einverstanden sind, werden die Fotos mit der WhatsApp-Gruppe geteilt.
- Diese Fotos veranschaulichen auch den Gruppenprozess gut.



